Neben ihr - Susanne Jurchen

Veröffentlichung am 1. Oktober 2016

Neben ihr

Eine wahre Geschichte

Die Ärztin gibt ihr nur noch Tage bis wenige Wochen und warnt vor einem qualvollen Tod. Doch ihre Mutter lehnt jede lebensverlängernde Behandlung ab: Sie will nach Hause.

Ihre Tochter nimmt sie mit und verspricht zu bleiben. Aus den angekündigten Tagen werden acht Wochen zwischen Angst, Pflege, schwarzem Humor und einer Sturheit, die selbst dem Tod widerspricht.

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Aus dem Buch

Ich habe einfach nur angefangen zu bleiben.

ÜBER DIE AUTORIN

Ich habe dieses Buch nicht geplant.

Susanne Jurchen begleitet ihre Mutter in den letzten acht Wochen ihres Lebens zu Hause. Aus täglichen Notizen, Erinnerungen und rund 600 Seiten Chatverlauf entstand eine wahre Geschichte über Pflege, Angst, Nähe, kuriosen Alltag, schwarzen Humor und das Versprechen zu bleiben.

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„Nicht alles in diesem Buch ist schön. Aber alles ist wahr.“

Aus dem Nachwort

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MUSIK ZUM BUCH

Manches ließ sich nicht einfach nur aufschreiben.

Mehrere Songs sind aus Erinnerungen, Gefühlen und Erlebnissen rund um meine Mutter und die Zeit entstanden, aus der später „Neben ihr“ wurde. Sie erzählen das Buch nicht nach. Jeder von ihnen hält einen eigenen Moment fest – in Musik statt in Worten.

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Neugierig?

Ein erster Blick ins Buch.

... Wenn etwas ist. Das ist der Punkt. Ich weiß nicht, was „etwas“ ist. Ich kenne das nicht. Nicht von Bekannten, nicht von Verwandten. Ich habe keine innere Skala für Sterben. Kein: Das ist normal. Das ist gefährlich. Das ist nur erschreckend. Das ist Handlungsbedarf. Ich habe nur Bilder im Kopf. Und die sind alle schlimm.

Atemnot. Schmerzen. Erbrechen. Panik. Ein Darm, der dichtmacht. Meine Mutter, die aushält, weil sie mich nicht wecken will. Ich auf meiner roten Kindermatratze, zu spät wach, zu langsam, zu ahnungslos. Der Pfleger hatte gestern erwähnt, es könne im Notfall bis zu zwei Stunden dauern, bis jemand kommt. Zwei Stunden. Seitdem steckt diese Zahl in mir. Nicht als Zeitangabe. Als Drohung. Zwei Stunden sind nichts, wenn man auf einen Handwerker wartet. Zwei Stunden sind eine Ewigkeit, wenn jemand Schmerzen hat, und du danebenstehst mit lauter Schachteln, Tropfen, Beipackzetteln und Angst.

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