Über mich - Susanne Jurchen
Susanne Jurchen lebt in Berlin. Beruflich koordiniert sie komplexe Infrastrukturprojekte im Bereich E-Mobilität – eine Arbeit zwischen Planung, Verhandlung und Umsetzung.
Neben ihrer Arbeit schreibt sie und produziert Songs verschiedener Genres. Neben ihr ist ihr erster autobiografischer Roman und entstand unmittelbar nach der achtwöchigen Begleitung ihrer Mutter – aus einem Chatverlauf, Notizen und dem Versuch, das Unfassbare in eine Form zu bringen.
Wer ich wirklich bin?
Keine Ahnung. Ich bin Kontrollfreak und Kümmerin. Ich kann Geschäftsfrau sein – und Blödsinn quatschen. Ich bin immer auf der Suche nach Möglichkeiten, meinen Gedanken, Empfindungen, Sehnsüchten und meiner Kreativität Gestalt zu verleihen. Ob Motivtorten, Umbauprojekte, Gedichte, Briefe, Songs oder jetzt eben ein Buch.
Geht nicht, gibt’s bei mir nicht. Geht so nicht? Dann eben anders! In einer Welt, in der die Möglichkeiten immer mehr werden, aber die Zeit die gleiche bleibt, fühle ich mich manchmal ein wenig überfordert. Aber dann macht „Egon“ einen Plan …
Meine Mutter liebte Maiglöckchen
Wie „Neben ihr“ entstand?
Ich saß in den letzten Tagen bei meiner sedierten Mutter und hörte ihr beim Atmen zu. Dabei las ich mir den kompletten Chat mit ChatGPT (fast 600 Seiten) noch einmal durch und konnte kaum fassen, was in so kurzer Zeit passiert war.
Und das war nur der Chat. Mir kamen Szenen, Emotionen und Unterhaltungen wieder hoch, die dort noch gar nicht erfasst waren. Und ich hatte plötzlich Sorge, das würde alles irgendwann verschwinden. Dann fing ich an zu schreiben. Ein Buch. Für mich zur Erinnerung. Nicht an das Sterben. An die Möglichkeit, meiner Mutter in ihren letzten Stunden beizustehen und ihr so nah zu sein wie nie zuvor.
Dann dachte ich an verschiedene Filme mit ähnlichen Themen und ich dachte, vielleicht kann meine Geschichte die Menschen genauso berühren wie diese Filme mich.
Warum Musik?
Ich liebe Musik, obwohl ich weder ein Instrument spiele noch besonders gut singe – für SingStar und die Dusche reicht es gerade so. Was ich kann, sind Worte.
Mit KI-gestützten Musikwerkzeugen werden daraus heute Songs. Texte, Ideen und Geschichten stammen von mir; Komposition, Arrangement und Gesang entstehen mit technischer Unterstützung. Dass etwas, das zuerst nur in meinem Kopf war, plötzlich hörbar wird, fasziniert mich jedes Mal.